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Neuigkeiten

01.07.2017

Jugendfeuerwehr bringt Menschen zusammen

Die kleine Inselstadt Malchow, inmitten der Mecklenburger Seenplatte, war am ersten Juli-Wochenende nahezu komplett in blau und orange gefärbt.

 

Denn hier versammelten sich mehr als 500 Jugendfeuerwehrleute und Betreuer, um zeitgleich zwei Großereignisse der Landesjugendfeuerwehr Mecklenburg-Vorpommern zu begleiten.

 

Zum einen fand der Eventtag der Landesjugendfeuerwehr M-V statt. Hier hatten die mehr als 450 Teilnehmer die Möglichkeit völlig kostenlos Attraktionen der Umgebung, wie den Affenwald mit Sommerrodelbahn zu besuchen oder das Agroneum in Alt Schwerin zu erkunden und zu entdecken, wie zum Beispiel die Menschen im Mittelalter in der Region lebten. Zudem hatten die jungen Brandschützer die Möglichkeit, die Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz, die höchste Ausbildungsstätte für Feuerwehrleute in M-V, kennen zu lernen. Hier war der Start- und Stützpunkt für diesen Tag angesiedelt.

 

Zum anderen veranstaltete die Landesjugendfeuerwehr, die Jugendabteilung des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V., ihre Delegiertenvollversammlung, den sogenannten Landesjugendfeuerwehrtag, im Haus des Gastes in Malchow. 59 der 61 geladenen Delegierten nahmen an der Veranstaltung teil, zusätzlich waren 48 Gäste aus Politik, Jugendarbeit und sogar aus den Bundesländern Sachsen und Bremen angereist.

 

Hier waren nicht nur Berichte aus der Jugendarbeit im Land und die Einführung des neuen Maskottchens der LJF-MV von Interesse, sondern besonders die Wahl der Landesjugendleitung. Die Landesjugendleitung, also der Landesjugendwart und seine beiden Stellvertreter, werden für eine Wahlperiode von 5 Jahren gewählt, um gemeinsam die Jugendarbeit für die mehr als 7800 Jugendfeuerwehrleute auf Landesebene zu gestalten, lenken und unterstützen.

 

Hier wurde der Goldenstädter Stefan Krömer zum Landesjugendwart gewählt. Krömer, der bisher in der Jugendarbeit eher im Hintergrund als Unterstützer organisiert war, wird zukünftig von Matthias Nowatzki von der Freiwilligen Feuerwehr Schwerin Schlossgarten und Stephan Hagemann aus der Barlachstadt Güstrow als erster und zweiter Stellvertreter unterstützt. Nowatzki, seines Zeichens seit fünf Jahren bereits als erster stellvertretender Landesjugendwart und seit anderthalb Jahren als amtierender Landesjugendwart in Mecklenburg-Vorpommern tätig, und Hagemann, bis dato in der Jugendarbeit auf Gemeindeebene engagiert, unterstützen Krömer bei seinem heute selbstformulierten Ziel: „Ich gebe euch heute ein Versprechen: ich will die Jugendarbeit bis an die Basis transparent und fair gestalten. Damit wir auch in Zukunft so eine hervorragende Arbeit der Jugendfeuerwehren in unserem Land erleben dürfen.“

 

Um diese Jugendarbeit erfolgreich und zukunftsorientiert zu gestalten, hatte sich die Landesjugendfeuerwehr schon vor zwei Jahren die Überarbeitung der Landesjugendordnung, quasi die Satzung der Jugendabteilung des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern, auf die Fahnen geschrieben. Mit der Unterstützung der Kreis- und Stadtjugendwarte und der Verbandsausschussversammlung des Landesfeuerwehrverbandes, wurden nicht nur die Stimmberechtigungen überarbeitet, sondern auch Organe modernisiert und die Teilhabe der Jugendlichen hervorgehoben. Die Mehrzahl der Delegierten unterstützten die vorgeschlagene Überarbeitung der Jugendordnung, an der bis ins kleinste Detail gefeilt wurde.

 

Zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Andreas Huhn, Landesjugendwart aus Sachsen verlieh die Ehrenmedaille der Landesjugendfeuerwehr Sachsen an Matthias Nowatzki und an den scheidenden zweiten stellvertretenden Landesjugendwart Ingo Trusheim für ihre Verdienste um die Gestaltung und den Aufbau der Jugendfeuerwehren in Sachsen, prägen doch seit Jahren enge Kooperationen und Freundschaften die Jugendarbeit zwischen den zwei Landesverbänden. Die Ehrennadel der Landesjugendfeuerwehr Mecklenburg-Vorpommern ging an Markus Kuhz, Landesjugendsprecher aus Lambrechtshagen, der diesen Posten seit Jahren innehat und die Jugendarbeit aus Sicht der Jugendlichen prägte und im Landesjugendforum entscheidend mitgestaltete. Eine Ehrung der seltenen, und damit ganz besonderen Art, ging an Dirk Bönning und Dirk Brauckmeier. Ihnen wurde die Schiedsrichter- und Kampfrichterspange des Deutschen Feuerwehrverbandes über den Landesfeuerwehrverband und die Landesjugendfeuerwehr MV verliehen. Die beiden engagieren sich seit Jahren im Bereich der Wettbewerbe in unserem Land, nicht nur auf Landes-, sondern auch auf Kreis- und Stadtebene. Sie sind als Wertungsrichter und Abnahmeberechtigte der Leistungsspange bereits im ganzen Land unterwegs gewesen und wollen und werden ihre Arbeit auf diesen Gebieten auch weiterführen. Zum ersten Mal wurde diese Ehrenspange in Mecklenburg-Vorpommern verliehen.

 

Auch die Preisverleihung des Contests der Landesjugendfeuerwehr rund um die Feuerwehrmettwurst von EDEKA stand auf dem Programm. Im letzten Winter waren alle Jugendfeuerwehren aus Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen, mithilfe von selbstgedrehten Handy-Videos ihre Aktionen rund um die Bewerbung der Mettwurst bei den EDEKA-Märkten in ihrer Region darzustellen. Je verkaufter Mettwurst in MV spendet EDEKA einen Euro an die Landesjugendfeuerwehr, um die Jugendarbeit zu unterstützen. Und so waren die 6 teilnehmenden Jugendfeuerwehren nach Malchow eingeladen worden, um der Preisverleihung beizuwohnen. Da die Entscheidung für 3 Gewinner sehr schwer war und bei der doch eher geringen Anzahl an Teilnehmern die Arbeit jeder Jugendfeuerwehr gewürdigt werden sollte, entschied sich die Landesjugendfeuerwehr kurzerhand alle Teilnehmer mit einem Preisgeld zwischen 100 und 800 Euro zu ehren.

 

Und auch die Unterstützer aus den „Erwachsenenverbänden“ wurden geehrt. Für ihre helfenden Hände, ihre offenen Ohren und ihre Ratschläge für die Landesjugendleitung und die Jugendfeuerwehren in MV wurden Hannes Möller, Landesbrandmeister des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V., Mayk Tessin, Kreisbrandmeister Kreisfeuerwehrverband Landkreis Rostock, und Norbert Rieger, Kreisbrandmeister Kreisfeuerwehrverband Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, erhielten als Dank bedruckte Schläuche, die alle Aufmerksamkeit auf sich zogen.

 

Die feierliche Übergabe der Brettspiele „112 – Sei dabei!“, entwickelt von der Hanseatischen Feuerwehrunfallkasse Nord und den Landesfeuerwehrverbänden aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Brandenburg, war ein weiteres Highlight des Tages. Die Brettspiele, die die HFUK Nord allen Jugendfeuerwehren in MV kostenlos zur Verfügung stellt, wurden an die anwesenden Kreis- und Stadtjugendfeuerwehrwarte bzw. ihre Stellvertreter übergeben, damit sie diese in ihren Strukturen an jede einzelne Jugendfeuerwehr übergeben können.

 

„Feuerwehr – was ist das?“, begann Matthias Nowatzki zu Beginn der Veranstaltung seine Rede: „Es ist ein System, das nicht nur anderen Menschen hilft, sondern auch Menschen zusammenbringt.“ Und genau das hat am ersten Juliwochenende in Malchow stattgefunden.